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Sonntag, 24. Mai 2015

HAUSBESUCH... das Haus meiner liebsten Arbeitskollegin

Neulich war ich zu Besuch. Auf Hausbesuch. Bei meiner liebsten Arbeitskollegin Monika.



Sie wohnt mit Mann, Tochter und zwei Golden Retrievern in einem schnuckeligen, kleinen Fachwerkhaus mit einem zauberhaften Garten. 



Ihr Wohnstil ist herrlich unkompliziert, farbenfroh und es gibt jede Menge dekorativer Arrangements zu entdecken. Die ganze Familie ist sehr kreativ und so finden sich eine Menge wunderbare Eigenkreationen.

Ein paar Eindrücke durfte ich für euch einfangen. Kommt mit und seht selbst...





Den wunderbaren Holzhocker hat ihr Mann gemacht. Die Bilder an den Wänden sind alle von ihr.




Ich liebe diese herrlich leichten Arrangements, aus denen das Leben spricht. So schön unkompliziert und mit einer Menge schöner Erinnerungen verbunden.







Ist man zu Besuch, fühlt man sich ganz schnell wohl. Zumindest geht es mir so. Und das liegt bestimmt auch an dem Herzstück des Fachwerkhauses - dem hellen Essbereich, der von einem kunterbunten Sammelsurium über dem großen Tisch (vom Mann getischlert) gekrönt wird. An diesem Ort kommen alle zusammen und man merkt: Hier wird mit Genuss gelebt!






Hat euch der kleine Einblick ins Heim meiner Arbeitskollegin gefallen? Wartet, bis ich euch den Garten zeige ... 

Folgt ganz bald in Part 2 - versprochen!

Sonnige Grüße an euch - schön, dass ihr das seid!

Rahel

Sonntag, 17. Mai 2015

Für alle "Felle" | HUNDELIEBE Interview - Hundetraining & Problemhundetherapie

Hallo meine lieben Hundefreunde & Blogleser!

Die wunderbare Welt der Social Media hält wirklich ganz fantastische Überraschungen für einen bereit. Und vor allem ganz wunderbare Kontakte!
So kam ich über das sehr ansprechende Instagram Profil "hunderterlei" mit der lieben Sandra in Kontakt.

Sandra bietet mit ihrer nebenberuflichen Tätigkeit nicht nur Hundetraining mit Herz und Verstand an, sondern auch Problemhundetherapie und Ernährungsberatung.

Als Hundehalterin habe ich mich gleich auf ihrer Webseite "HärteFelle Chemnitz" schlau gemacht und war begeistert. Ihr Training und ihre Art der Hundeerziehung haben mich sofort angesprochen. Und weil ich so begeistert davon war, wollte ich euch gerne teilhaben lassen.

Umso mehr freue ich mich, dass Sandra so lieb war und einem Interview zugestimmt hat.

Liebe Sandra - ich fange mal ganz direkt an. Wie kommt man zu so einer Berufswahl bzw. Selbständigkeit?

SANDRA: „Zum einen hatten wir kleinere und größere Probleme mit unserem eigenen Hund, zum anderen reifte in mir schon seit längerem der Gedanke nach einem zweiten Standbein neben meiner hauptberuflichen Tätigkeit.
Bei meiner Suche nach alternativen Erziehungsmethoden - die gängigen Methoden haben uns leider bei unserem Hund nicht weiter gebracht, sondern das Ganze eher verschlimmert - stieß ich auf „Hundewelten“ (Anmerkung: Anerkanntes und zertifiziertes Bildungsinstitut mit Schulstatus. In Kooperation mit der DEKRA, dem DGHV, sowie dem Berufsfachverband der Problemhundetherapeuten & Gebrauchshundeausbilder). 
Die dort angebotenen Informationen waren für mich hoch interessant und äußerst schlüssig. Und da ich schon immer gerne von Hunden umgeben war, lag dieser Beruf auf einmal sehr nahe und ich begann mit einer Ausbildung. 
Schon das erste Ausbildungswochenende bestätigte mich voll. Kaum war ich wieder zuhause angekommen, wurde umgesetzt, was ich gelernt hatte und so konnte ich unserem Hund helfen. 
Entspannt, ruhig, eindeutig, konsequent. Und vor allem ohne Worte - nur über die eigene Körpersprache. 
Mein Denken begann sich zu verändern – ich begann umzudenken und Hunde anders zu sehen. Und das hat mir sehr, sehr viel Positives gebracht. Sowohl in der Arbeit mit meinem eigenen Hund, als auch mit meinen hündischen Kunden. 



Entspannte, ruhige und konsequente Hundeerziehung hört sich für mich genau richtig an.
Was macht denn dein Hundetraining mit Herz und Verstand aus und wie unterscheidet es sich von anderen Trainings?

SANDRA: „ Zum Einen bin auch ich eine "Hundemutti" und liebe und knuddel unseren Hund sehr gerne. Ich weiß also, wie man als Hundebesitzer fühlt und kann mich gut in die Menschen, die zu mir kommen, hineinversetzen. Zum anderen habe ich meine eigenen Erfahrungen gemacht – richtige, aber auch falsche.
Mit der Anschaffung eines  Hundes übernimmt der Mensch die Verantwortung, ihn artgerecht zu halten, zu führen, zu pflegen, zu ernähren und zu beschäftigen. Dabei sollte man nicht vergessen, den Hund als das zu sehen, was er ist: 
Ein Fleischfresser. Ein vom Wolf abstammendes Raubtier und Beutegreifer. Und genau so sollte man ihn auch behandeln und respektieren. Egal ob Bullterrier oder Pudel.
Er ist kein Kind- oder Partnerersatz, kein Modepüppchen und auch kein Gesprächspartner. Und er ist auch kein Einzelgänger, den man von morgens bis abends alleine und sich selbst überlässt.
Behandelt man den Hund so, darf man sich nicht wundern, dass er nicht das macht, was man gerne möchte. Der Hund ist überfordert und kann die Erwartungen nicht erfüllen, da es komplett gegen seine Natur ist.
Dieses Bewusstsein schaffe ich in meinem Trainings, damit das Zusammenleben im Mensch-Hund-Team dauerhaft und nachhaltig klappt. Mit Herz - aber ohne den Verstand außen vor zu lassen.“




Oh je - jetzt fallen mir spontan zig Dinge ein, die ich tunlichst bei meiner Lilly unterlassen bzw. besser machen sollte. Bei dir hört sich alles unheimlich spannend und sehr lehrreich für Halter und Hund an. Wie stelle ich mir denn so ein Training mit dir vor?

SANDRA: „Der Hundebesitzer meldet sich bei mir z. B. über das Kontaktformular meiner Homepage und schildert das Problem. Ich melde mich daraufhin zurück, erfrage einige wichtige Dinge und wir vereinbaren einen Termin. Ganz wichtig: An diesem Termin sollten alle Personen, die regelmäßig mit dem Hund zu tun haben, anwesend sein. Funktionieren kann es nur, wenn alle mitziehen und die Sache ernst nehmen. Ich werde nichts ausrichten können, wenn Frauchen sich strikt an die Regeln hält und Oma heimlich vom Tisch füttert. 

Bei diesem Ersttermin mache ich mir dann einen persönlichen Eindruck vom Hund und dem Problemverhalten. Das ist wichtig, da die Einschätzung des Hundehalters aufgrund seiner emotionalen Bindung oft weniger objektiv ist.

Steht die Diagnose und der Hundehalter hat sich für eine Zusammenarbeit entschieden, wird gemeinsam ein Therapieplan entwickelt und möglichst zeitnah begonnen. 

Für die Therapie sind mehrere Tage am Stück notwendig. Täglich wird über mehrere Stunden sehr intensiv trainiert - egal ob Rottweiler oder Chihuahua. Darauf muss sich der Hundehalter einstellen, der übrigens körperlich und geistig in der Lage sein sollte, einen Hund zu führen.
Einige Zeit nach der Therapie erfolgt ein sogenannter Kontrolltermin, an dem nochmals das Gleiche gemacht wird wie beim Ersttermin. Hier zeigt der Hund im Idealfall den Erfolg des Trainings, also keine Probleme mehr. Ich sehe aber auch, ob der Besitzer wirklich konstant und konsequent weiter gearbeitet hat oder ob noch weiterer Bedarf besteht. Danach ist die Therapie beendet. Aber auch nach erfolgter Therapie bleibe ich natürlich für meine Kunden ansprechbar und gebe Hilfestellung, wenn noch etwas unklar sein sollt oder Unsicherheit herrscht.“




Das ist ganz schön taff! Aber es soll ja auch zielführend sein. Bei deinem Training verzichtest du auf Sprache, Signale und sonstige Hilfsmittel. Das kann ich mir kaum vorstellen. Wie geht das?

SANDRA (lacht): „Indem ich damit arbeite, womit der Hund auch arbeitet - dem Körper und der Körpersprache. 
Wenn man Hunde aufmerksam betrachtet, sieht man sie sich schütteln, die Schnauze lecken, anrempeln, mit der Rute wedeln, im Kreis herumlaufen, usw... Das ist ihre Art der Verständigung, so drücken sie sich aus.
Schaut man sich eine Dokumentation von freilebenden Wölfen an, entdeckt man genau dieselben Signale. Die Bedeutung ist absolut dieselbe, wir werten es beim Hund aber anders. Ein Beispiel: Ein kleiner Mops ist eben ein kleiner Mops. Und kein großer Wolf. Wenn ein Mops einem Artgenossen, z. B. deiner Malteserhündin Lilly beim "Spielen" in den Nacken beißt, dann heißt es,“ wie schön die spielen“. 
Beim einem Wolf sind Bisse in den Nacken Angriffe und Tötungsabsichten. Beim Hund genau so.
Warum ich auf Sprache verzichte, ist ganz einfach: Ich möchte den Hund sensibilisieren, freiwillig auf mich zu achten. Das erreiche ich nicht, in dem ich ihn „voll quassel“. Zudem sind gesprochene Worte und die dazugehörige Körpersprache nie deckungsgleich. Hab ich gute Laune und sage "Sitz", dann ist meine Körperhaltung eine ganz andere, als wenn ich genervt bin, mich angespannt vorbeuge und "Sitz" sage. 
Die nonverbale Erziehung und Problemhundetherapie ist eine viel klarere, ruhigere und für beide Seiten entspanntere Erziehung. 
Ich hatte einmal ein Gespräch mit einer "Kollegin" die mir "riet", den Hund doch mal so richtig von hinten zu erschrecken. Der Hund würde das, was er gerade macht, dann nie wieder machen. Hier kann ich nur sagen: BITTE NICHT! Hunde mit Wasserpistolen anzuspritzen, mit Schellen zu bewerfen oder am Nacken zu schütteln bringt nur eines: Es zerstört die Bindung zwischen Mensch und Hund!
Viele Menschen mögen es jedoch gerne, wenn etwas spannend ausschaut, laut ist und sich der Mensch körperlich gegenüber dem Hund durchsetzt. Leider ohne auch nur einmal zu reflektieren oder logisch darüber nachzudenken, was das beim Hund auslöst und was um Himmels Willen das bringen soll. Damit kann ich nicht dienen, zum Glück für Hund und Mensch!“



Liebe Sandra, man merkt wirklich sehr, dass dir die artgerechte Hundehaltung mehr als nur am Herzen liegt. Problemhundetraining hört sich für mich so wahnsinnig gefährlich und nach bissigem Hund an. Ab wann hab ich denn ein Problem mit meinem Hund? Oder hat mein Hund ein Problem mit mir?

SANDRA: „Zu allererst muss man sagen, dass der Hund aus seiner Sicht heraus völlig logisch und für sich richtig handelt. Fühlt er sich bedroht, wird er sich verteidigen. Der Trieb zur Selbsterhaltung ist bei Hunden der am stärksten ausgeprägte. Sind Herrchen oder Frauchen undeutlich oder unsicher, so wird der Hund die Kontrolle übernehmen, weil es „irgendjemand“ tun muss. Das ist für Hunde völlig normal. In einem Rudel würde kein "normaler" Hund an der Position des Rudelführers sägen - ein Familienhund tut das oftmals schon. Der Mensch als "Rudelführer" lässt es zu.
Da wird Futter versteckt, ein Kauknochen zur Beschäftigung ohne Aufsicht hingelegt, Bällchen geworfen, um ein Tau gestritten und gezerrt, usw. und schon ist dem Hund nicht mehr klar, wer denn nun das "Sagen" hat.“

Ups - Hand hoch, meine Lilly hat ein Problem mit mir!

SANDRA (lacht wieder): Ob man ein Problem hat, entscheidet jeder für sich allein. Für manche ist es ein Problem, wenn der Hund an der Leine zieht. Andere lachen darüber und finden es eher problematisch, wenn der Hund Radfahrer oder Jogger jagt. Wieder andere finden es ok, wenn der Hund angreift und böse knurrt, aber "noch nicht" gebissen hat“und möchten sich dann melden, wenn der Hund gebissen hat. Wie du siehst, liegt es in der Sichtweise und Auslegung des Besitzers
Als verantwortungsbewusster Hundebesitzer sollte man sich professionelle Hilfe holen, sobald man etwas bemerkt, dass für einen selbst, das Umfeld und das Zusammenleben mit dem Hund als störend empfunden wird.
Ich arbeite sowohl mit "kleinen" Problemen wie z. B. Leine ziehen, als auch mit "großen" Problemen wie z. B. Aggressionen gegenüber Menschen und anderen Hunden. Kein Problem ist für mich nichtig und jedes wird von mir ernst genommen!
Für viele Kunden ist ihr Hund das Wichtigste. Es kostet sie Überwindung, sich Hilfe zu suchen und sie vertrauen mir mit ihrem Hund ihr Ein und Alles an. Dieses Vertrauen sollte auch nicht zerstört werden. Dafür setze ich voraus, dass der Hundehalter sich ernsthaft mit dem Problem auseinandersetzen wird und die Bereitschaft hat, etwas zu ändern. 
Oftmals wünsche ich mir, dass sich meine Kunden früher melden würden, um sich und dem Hund viel Frust und Stress zu ersparen. Denn meist kommen die Leute erst zu mir, wenn es einen Auslöser oder ein Problem gab. Und das ist sehr schade.“

Ja, das kann ich sehr gut verstehen. Also melde ich mich in Kürze bei "HärteFelle Chemnitz" und wir vereinbaren einen Termin. So ein paar Kleinigkeiten hätten wir mit Lilly doch zu regeln. Ich möchte ja, dass es ihr gut geht und sie sich bei uns wohl fühlt. Dazu gehört natürlich auch die richtige Ernährung. Bei der Ernährung für Hunde scheiden sich ja die Geister. Die einen schwören auf Barfen, die anderen auf Nassfutter aus der Dose. Gibt es da "falsch" oder "richtig" und was kannst du mir da empfehlen?

SANDRA: „Richtig oder falsch kann man hier nicht direkt definieren. Ob Trockenfutter, Dose, beides gemischt oder Barfen … wenn du mich persönlich fragst, rate immer zum Barfen (Biologisch Artgerechte Roh-Fütterung), da man meiner Meinung nach natürlicher und artgerechter einen Hund nicht ernähren kann.
Mein eigener Hund ist Allergiker und nach einem Test war so ziemlich alles an Fleischsorten, Milchprodukten, usw. ausgeschlossen. Als ausgebildete und zertifizierte Ernährungsberaterin in der Fachrichtung Hund, konnte ich ihm einen speziellen Futterplan zusammenstellen, der ihn optimal mit allen notwendigen Nährstoffen versorgt - trotz seiner Einschränkungen.
Das biete ich natürlich auch meinen Kunden an. Ein weiterer Service ist die richtige Berechnung der Futtermenge, und zwar vom bereits vorhandenen Trocken- oder Nassfutter, völlig Hersteller unabhängig. 

Wichtig ist auf jeden Fall, dass beim Hunde als natürlicher Fleischfresser, Fleisch und fleischige Knochen bei der Ernährung die Hauptrolle spielen sollten. Ergänzt durch kleine Anteile an Gemüse oder Obst – so viel, wie ein Wolf im Magen seiner Beute auch vorfinden würde, eigentlich völlig logisch. Daher empfehle ich allen Hundebesitzern, sich einmal von einem Ernährungsberater die für seinen Hund und dessen Bedarf entsprechende Menge des verwendeten Futters berechnen zu lassen. Vor allem bei der Ernährung von Welpen, älteren und unter- oder übergewichtigen Hunden. 

Ich persönlich bin kein Fan von Trockenfutter, da ich die Erfahrung gemacht habe, dass beim Kauen auf und zwischen den Zähnen Ablagerungen entstehen können, die Zahnbelag und Zahnstein fördern. Das ist vor allem bei kleineren Rassen mit eng zusammenstehenden Zähnen oft der Fall. Es ist aber eine einfache und unkomplizierte Form der Fütterung und viele Hundebesitzer schreckt der Aufwand beim Barfen ab. 
Es herrscht die Meinung, Barfen wäre teurer als gutes Trocken- oder Nassfutter. Dem ist nicht so und es ist mir wichtig, dass zu erwähnen. Sicher - etwas mehr als Futtersack aufmachen und Futter in die Schüssel packen ist es schon. Da aber alles roh gefüttert und lediglich Gemüse zur besseren Aufnahme etwas angekocht wird, kann man es prima und sehr schnell und unkompliziert in den Tagesablauf integrieren. Nach etwas Übung und Umstellung ist selbst das Reisen mit dem Hund kein Grund mehr, sich gegen Barfen zu entscheiden. 
Auch hierbei gibt es sehr gute Lösungen, bei denen ich gerne berate."



Sandra - ich finde deine Erziehungs- und Ernährungsmethoden toll und bin ganz begeistert und motiviert! Jetzt habe ich dir so viele Fragen gestellt... Was wolltest du immer schon einmal Hundehaltern sagen?

SANDRA: „Oooh, da gibt es einiges, dass mir am Herzen liegt! 

Liebe Hundehalter - bitte seht euren Hund als Hund und behandelt ihn auch so! Er kann euch kein Kind und keinen Partner ersetzen, aber ihr könnt ein gutes Team werden.

Wenn ihr Hilfe braucht, seid so mutig und gesteht euch ein, dass ihr alleine nicht weiterkommt und wendet euch an jemanden, der sich damit auskennt.

Seid bereit, an euch zu arbeiten und umzudenken. Meist liegt das Problem nicht beim Hund, sondern im falschen Umgang des Menschen mit dem Hund. Oder bei falsch verstandener Tierliebe.
Und quatscht eure Hunde nicht dusselig ;-). Es ist tatsächlich so, dass sie euch nicht verstehen, nur die Art und Weise, wie ihr mit ihnen redet. Ansonsten stellt der Hund irgendwann auf "Durchzug". 
Achtet auf eure Hunde und ihre Zeichen! Informiert euch über die Körpersprache von Hunden! 

Im Moment sind wieder viele Städte und Ortschaften von Giftködern betroffen. Das können u.a. mit Rattengift gespickte Würstchenstücke oder Drahtschlingen, Nadeln oder Rasierklingen mit Hackfleisch sein. Unvorstellbar, aber es gibt Menschen, die so etwas tun. Also ist es an uns, auf unsere Hunde zu achten, sie nicht unbeaufsichtigt an der Flexileine schnüffeln und die Gegend erkunden zu lassen. Habt bitte ein Auge auf eure Lieblinge!

Wo wir gerade dabei sind: Räumt bitte die Hinterlassenschaften eurer Hunde weg! Das ist nicht schön, sollte aber selbstverständlich sein, da eure Hunde es ja nicht können. Für sehr viele ist es das auch, aber ich sehe immer noch Leute, die daneben stehen und danach einfach weiterlaufen. Das muss nicht sein und fördert das Ansehen von Hundebesitzern nicht wirklich.

Wenn jemand Angst vor Hunden hat, akzeptiert das. Nicht jeder mag Hunde. Wir mögen ja auch nicht jeden, oder? 
Reflektiert bitte Trainings-, Erziehungs- oder Umgangsmethoden... Denkt darüber nach, ob es euch was bringt, mit eurem ohnehin schon sehr aufgeregten und gestressten Hund jede Woche in die Welpengruppe oder das Gruppentraining auf dem Hundeplatz zu gehen, wo er nur noch mehr Stress bekommt. 

Und mal ehrlich, was kann ein Welpe von Gleichaltrigen denn lernen? Außer sich zu verteidigen und Aggressionen gegen Artgenossen zu entwickeln. 
Alles was der Hund lernen muss und wie er sozialisiert wird, kann ihm Herrchen und Frauchen mit Unterstützung eines guten Hundetrainers im gewohnten Umfeld beibringen. Dort, wo er täglich ist und wo ein gewünschtes Verhalten abrufbar sein muss. Sein Verhalten auf dem Hundeplatz kann ein völlig anderes sein als daheim. Ein erfahrenen und guter Trainer arbeitet gewaltfrei und gibt auf Wunsch auch Hilfestellung bei Tierarztbesuchen, z.B. ein sogenanntes Tierarzttraining, um im Ernstfall eine reibungslose und angstfreie Untersuchung und Behandlung gewährleisten zu können. Oder hilft dabei, dem Hund das stressfreie Autofahren beizubringen oder das freiwillige Liegen auf seinem Platz. 
Das klingt alles nach Arbeit? Ist es auch, das muss man ganz klar sagen. Aber eine sehr schöne und äußerst befriedigende. Ein Hund ist kein Spielzeug! Man hat Verantwortung und die besteht nicht nur aus einmal Impfen im Jahr, 3 Gassirunden pro Tag, zweimal Füttern und ein bisschen Bauchkraulen auf der Couch. 
Ein Hund kostet Geld, Zeit und manchmal auch Nerven. Ist man nicht bereit, eigenes Denken und Handeln zugunsten des Hundewohls zu verändern, ist man mit einer Zimmerpflanze besser bedient. Wenn die eingeht, gibt´s im Gartenfachmarkt eine neue. Das klingt hart und macht mir auch nicht immer nur Freunde. Aber es ist ehrlich und auf Dauer für beide Seiten das Beste. 

Etwas möchte ich noch sagen: Vielen, vielen Dank für´s Lesen! Und auch dir, liebe Rahel! Ich freue mich sehr, dich über Instagram gefunden zu haben und danke dir von Herzen für dieses Interview!“

Liebe Sandra - ich danke dir, dass du dir für dieses Interview Zeit genommen hast. Für mich ganz persönlich ist es eine Bereicherung und du hast mich davon überzeugt, dass ich meiner Lilly das Leben noch bedeutend schöner und entspannter machen kann. 

Und ich bin mir sicher, dass der/die eine oder andere Leser/In meines Blogs sich und ihren/seinen Hund auch wieder erkannt hat. Ich hoffe inständig, mit diesem Beitrag zum "Umdenken" angeregt zu haben. Unseren Hunden zu Liebe!

Bei Interesse an einer Beratung, einem Training, einer Therapie, etc., dann meldet euch bei Sandra von "HärteFelle Chemnitz". Sie wird sich freuen, euch mit Rat und Tat zur Seite zur stehen. Auch, wenn ihr wie ich nicht in der Nähe von Chemnitz lebt. Sie kommt nämlich auch zu euch!

Vielen lieben Dank! 
Ich wünsche euch - und euren Hunden - noch einen wunderbaren Tag! 

Seid ganz lieb gegrüßt,
Rahel